Interview: Morlockk Dilemma (30)

Interview: Morlockk Dilemma (30)

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich der inneren Logik folgen und Morlockk Dilemma gleich nach dem Gespräch mit Hiob zum Interview bitten sollte. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden. Denn, auch wenn ich beide als individuelle Künstler wahrnehme, hat ihre langjährige kreative Kollaboration doch dazu geführt, dass ich ihr gemeinsames Schaffen sehr wohl als dauerhaftes Team-Up verstehe. Und drei Monate Distanz zwischen den Interviews sind ja wohl genug ;)

So fand ich mich eines Herbstabends total verrotzt in Morlockk Dilemmas kleinem Heimstudio ein, dass er zusammen mit Hiob und dessen handwerklichem Geschick begonnen hatte auszubauen (wir erinnern uns an die wunderschöne Guillotine aus Robbespierre). An den Wänden hingen bereits akustische Dämmmatten aus (psychoaktiven?) Hanffasern und zwischen MPC, Computer und Schallplattenspieler machten wir es uns auf zwei Stühlen zum Interview bequem.

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Interview: Hiob aka V-Mann (30)

Interview: Hiob aka V-Mann (30)

Als ich las, dass im Oktober 2011 Hiobs zweites Album “Drama konkret” rauskommt, musste ich handeln. Wenn die Maschinerie für das neue Album zu Rollen begonnen haben würde und alle Augen sich ‘gen Zukunft wendeten, bliebe wohl kaum mehr Zeit ein Gespräch über die eigene Erinnerung zu führen.

Hiob stand schon lange auf meiner Interview-Wunschliste, da ich seine gereimten Bilder und die Qualität seiner Texte immer schon als komplexer und tiefgehender wahrgenommen habe als die Allegorien und Wortspiele vieler anderer Rapper. Somit traf ich ihn im warmen Lichte des güldenen Herbsts vor dem Star Burger-Imbiss an der Ostseestraße Ecke Prenz und wir fuhren gemeinsam mit den Fahrrädern zum Milchhäuschen am Weißensee. Während Hiob mit dem gesunden Hunger eines Arbeiters, der sein Tagwerk bereits vollendet hat, seine Soljanka auf der dem See zugewandten Terrasse verspeiste und die Enten gierig zu uns aufstarrten, baute ich mein Mikrofon auf …

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Für umme: Dwel – “Reanimation 1.0″ (Tonbandkassette)

Dwel - Reanimation 1.0

 

Dwel aka DW81, mit dem ich im vergangenen Jahr ein Interview auf “HipHop ist …” führen durfte, sendet ein musikalisches Lebenszeichen – “Reanimation 1.0″. Um jenen die Zeit zu verkürzen, die – wie ich – sein erstes Album “Megaherz” mit seiner melancholischen Tiefe bereits zu feiern wußten und auf neues Material warten, hat er sein Mixtape “Reanimation 1.0″ in den Defibrillator geschoben und abgedrückt. Aber lassen wir Dwel selbst sprechen:

Das erste offizielle DWEL-Mixtape. Aufgenommen ruhig und gemächlich im Headcleaner Studio auf St. Pauli, innerhalb nem halben Jahr (kurz vor dem “Megaherz” Release bis Ende 2010)! Entstanden aus alten Texten, neuen Ideen, Ami-Beats und dem Drang einfach weiter zu machen, mehr befreundete Künstler zu featuren, mehr zu erzählen über meinen Background und um ein bisschen mehr auf den Putz zu hauen. Mein offizielles Dankeschön & Abschiedsgeschenk an Hamburg, den hohen Norden und seine Rapper.

Free Mixtape “Reanimation 1.0″ (A-Seite) by dEWe

Dwel - Reanimation 1.0Natürlich gibt es das in digitaler Form zum Free Download. Aber Dwel hat sich mit diesem Mixtape auch einen kleinen Wunsch erfüllt und es als echte Kassette stilsicher in einer limitierten Kleinstauflage von 30 Stück produziert, inklusive mundgemalten Pappcover, Nummerierung und Signatur. Also ein echter Leckerbissen für die Generation Tapedeck. Ich konnte Dwel netterweise drei Exemplare abluchsen, die ich hier nun gerne weiterreiche.

 

IHR WOLLT EINS DIESER DREI EXEMPLARE HABEN? Nichts einfacher als das, dann schreibt mir eine E-mail. Allerdings mache ich es euch nicht leicht, denn ich will dafür im Gegenzug ein wenig eurer Zeit 8) Ihr müsst euch das Tape persönlich abholen. D.h. im Klartext, dass ihr euch in eurem nächsten Berlin-Urlaub oder an eurem freien Tag in die Tram setzt und ins gefährliche Ghetto nach Weißensee kommt, mit mir einen Kaffee trinkt und wir uns ein wenig über Rapmusik, das Wetter und eure Stacheldrahtsammlung unterhalten. So ganz physisch, genauso wie der hier ausgelobte Tonträger, den Kaffee zahl’ ich!

Ihr findet das komisch? Das bin ich auch! – Mal sehen, wer sich von euch nach Berlin Nord-Ost traut…

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Interview: Comfort Fit (28)

Interview: Comfort Fit (28)

Aufmerksam geworden bin ich auf Comfort Fit durch sein Liveset auf der von den Blogrebellen organisierte #tassebier zur re:publica 2011. Trotz meines Wissens um die Six Degrees of Seperation bin ich doch immer wieder erstaunt, wenn sich soziale Kreise überschneiden. Denn als ich einmal wieder mit dem von mir bereits 2008 interviewten Berliner Beatproducer Hazeem sprach, stellte sich heraus, der er einige Tage zuvor zusammen mit Comfort Fit und fLako bei einem Set von KRTS in Berlin gechillt hatte.

HINWEIS: Outtake “Comfort Fit und die Kunst der Live Performance”

Aufgrund meiner selbst auferlegten +/- 15 min.-Regel pro Interview musste ein ganzer Part (8 min.) über “Comfort Fits Konzept live zu spielen” im Schnitt über die Klinge springen. Wenn sich 10 Nerdcores finden, die im Anhang dieses Blogbeitrages einen Kommentar schreiben, dass sie diesen sehr interessanten Outtake unbedingt nachgeliefert haben wollen, schiebe ich ihn noch hinterher. Es müssen allerdings mindestens 10 Leute werden. Also dann!

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Morphogenetic Field Device / Automatized Bombing

Vor einigen Wochen musste ich mit der Berliner S-Bahn S 42 über den Ring fahren und bin dabei in einen Zug eingestiegen, der – nun ja – etwas anders aussah als die übrigen. 3/4 der gesamten Zuglänge war bedeckt von grauen Querstreifen, die wie mit dem Lineal gezogen wirkten. Zuerst dachte ich, es wäre aufgrund des unspektakulären Farbtons eine defekte Reinigungsanlage gewesen. Als ich dann aber drin saß und mir die Streifen “von hinten” anschaute, dachte ich mir, dass das auch eine ganz besondere Art von “Trainaction” gewesen sein könnte. Also machte ich beim Verlassen des Zuges schnell mal ein Foto, was ich mittlerweile auch auf twitpic gepostet habe (siehe rechte Leiste).

Und siehe da, ich lag nicht ganz falsch. Just hat sich zur Durchführung dieser Aktion ein Video bei YouTube angefunden. Den Holzplanken und der Baustelle im Hintergrund zu urteilen, hatten die Jungs die automatische Bombing-Maschine an einem Signalpfosten in der Nähe des ehemaligen Tempelhofer Flughafens in Neukölln installiert. Dokumentiert wurde die Aktion mit einer Casio Exilim HS bei 240fps. That’s it.

(via: johncoltrane.tumbler.com)

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Interview: Torky Tork (29)

Interview: Torky Tork (29)

Torky Torks Alben faszinieren mich, da sie eine sehr eigene Mischung aus Beats und Erzählung darstellen, die meines Erachtens weit über den allgemein bekannten “Skit” hinausgehen. Immer wieder habe ich bereits erklungene Wortsilben und andere Geräuschfragmente in die Beats eingewoben gefunden, eine Technik die im Sample-lastigen Boombap-Sound allgemein nicht unüblich ist, wobei Torky Torks Beats auf mich allerdings irgendwie etwas dreckiger und räudiger wirken als die Beats anderer Producer, ohne auch nur ansatzweise nachlässig gesetzt zu sein. Es scheint alles genau dort, wo es sein soll – ein präzise arrangiertes Klangbild.

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Charnell erzählt auf Backspin TV

Die Kollegen von Backspin haben Charnell in Hamburg interviewt. Genauer gesagt, scheint Charnell das Mikro an sich gerissen und einen Monolog gestartet zu haben, der gleichsam unterhaltend wie auch informativ ist. Ein persönlicher Rückblick aus dem Rucksack der Berliner Rap-Geschichte, mit Verve und der Erfahrung des Alters erzählt. Straßen-Intellekt at it’s best. Gefällt ma!

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Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: