Interview: Roger (37) – Blumentopf

Interview: Roger (37) – Blumentopf

Roger Manglus ist Mitglied der Gruppe Blumentopf. Blumentopf sollte für die meisten von euch, die ihr meinen Inteviews lauscht, ein Begriff sein. Einer ihrer Rapper, Roger, war nun jüngst auf Presse-Tournee für einen Tag in Berlin, um sein zweites Solo-Album “4S Punks”, dass am 18. Mai 2012 erscheint, zu promoten. Ich bekam die Gelegenheit zum Interview und durfte mich einreihen in die Schar der Blogs, Rapmusik-Portale, Zeitschriften und Radiosender, die an jenem wolkenverhangenen Mittwoch Schlange standen, um Roger Manglus ihre Fragen zu stellen.

Damit habe ich ein weiteres Mal mit meinem Vorsatz gebrochen, einen Künstler nur dann für ein Interview anfragen zu wollen, wenn er oder sie garantiert keine aktuelle Neuveröffentlichung in Sicht hat. Denn wie soll man einen biografischen Blick zurück in die eigene Geschichte werfen, wenn man den Kopf mit anderen Dingen voll hat und unter Zeitdruck steht?

Ich hatte schon befürchtet, dass Roger vielleicht mit Unwillen reagieren könnte, wenn ich ihm nahezu keine Fragen zu seinem neuen Album stellen würde. Aber als langjähriger Vollprofi ging er seriös mit der Situation um – und ich hatte sogar das Gefühl, dass es ihm am Ende mindestens ebenso viel Spaß gemacht hat sich an “damals” zu erinnern, wie über sein aktuelles Soloprojekt zu sprechen.

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Interview: Neophil (28)

Interview: Neophil (28)

Ende Oktober 2011 hat der Hamburger Rapper Neophil ein Free-Mixtape über “Out of Order” rausgebracht, das u.a. auch von den Bloggerkollegen von Rapresent besprochen wurde und zu dem auch ein Video zum Track “Nachtschicht” veröffentlicht wurde. In unserer schnelllebigen Internetwelt ist das zwar schon sehr, sehr lange her, aber als Neophil Anfang des Jahres 2012 in Berlin weilte, um seinen Rap-Kollegen Dwel zu besuchen, nutzte ich die Gelegenheit zum Interview.

Man sagt ja den Hamburgern eine gewisse distanzierte Wortkargheit nach, und es ist schon witzig, wie sich solche regionalen Vorurteile tatsächlich auch in der eigenen Wahrnehmung festsetzen. So wirkte Neophil auf mich im Gespräch irgendwie “nordisch by nature”, was wohl an der Weise lag, mit der der Hanseate mir recht bedächtig und wohl überlegt auf meine Fragen Antwort gab. In der Kombination mit seinen Texten veränderte das plötzlich meinen Blick auf sein Mixtape, dass nun für mich plötzlich geradezu melancholisch klang.

Was Neophil zu meiner “These der Melancholie”, als auch über die vermeintliche Altersmilde eines Rappers und über Leidenschaft und Talent beim Rappen zu sagen hatte, könnt ihr in dieser Ausgabe von “HipHop ist …” hören. Viel Vergnügen!

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Sampled by Copyright Criminals

Nebenan im Blog von Brayaz, der heute netterweise auf mein Interview mit Morlockk Dilemma verwiesen hat, fand ich einen Fernsehmitschnitt über die “problematische Kunst des Samplings” aus dem Jahre 1988. Wie verwundert war ich als ich ein paar Minuten später über eine PBS-Produktion von 2011 stolperte, die nahezu alle Interviewpartner featured, die bereits 1988 zum Thema befragt wurden. Und es ist fast schon erschütternd, dass 23 Jahre später die Thematik mit den gleichen Argumenten wird, als ob wir mit dem Thema keinen Schritt weiter gekommen wären … ?! – Also, fast.

Hier erst einmal die kurze TV-Ausschnitt von 1988, darunter folgt die knapp 60 Minuten lange PBS-Dokumentation.

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In diesem Land vor eurer Zeit: “Da Da Da” feiert Geburtstag

Bevor das nächste Interview auf “HipHop ist …” online geht, möchte ich heute einem der wichtigsten Momente der deutschen Popgeschichte gedenken. Denn heute vor 30 Jahren, am 5. April 1982, chartete die Band Trio mit ihrem weltweit bekannten Hit “Da Da Da” in die deutschen Top Ten. Der Song ist mittlerweile so etwas wie ein weltweites Kulturerbe. Ich war damals acht Jahre alt und besitze immer noch das Vinyl.

“Da Da Da” trägt etwas in sich, was ich an dieser Stelle als den “German Flow” bezeichnen möchte. Ließen sich der Text und das Instrumental selbst bereits von Minimalismus, Dadaismus und deutschem Expressionismus inspirieren, so stellt die Musik von Trio für mich eine Blaupause für jene zeitgenössische teutonische Alltagslyrik dar, die sich Jahre später in elaborierter Form im deutschen Sprechgesang manifestieren würde und – interessanterweise – wieder in der surrealen Inszenierung des Kneipen-Videos, so z.B. bei meinen beiden Interviewpartnern Hiob und Mädness

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Interview: shoRdy (23)

Interview: shoRdy (23)

shoRdy ist ein Freestyler von Grund auf. Das mit dem Texten auf Papier, die nicht spontan aus dem Situationsärmel ins Mic geschüttelt werden, hat bei ihm erst einige Jahre später angefangen. So schildert er es jedenfalls im Interview.

Erwähnenswert finde ich, dass ich eigentlich auf einem Umweg von shoRdy und seinen Rapskills Kenntnis erhalten habe. Da war zuerst eine Animation auf Youtube namens “HOWTO GERMAN GANGSTER-RAPPER“, über die ich mich doch amüsiert hatte und welche mir durch ihre, meines Erachtens doch recht professionelle Gestaltung sofort ins Auge fiel. An das Ende des Clips war noch ein Songvideo drangehängt – “Lernen, Lernen, Popernen!“, das durch seinen fluffigen Flow meine Aufmerksamkeit bei sich hielt und in dem der Rapper ein Spokenview-Shirt trug.

“HOWTO GERMAN GANGSTER-RAPPER” wurde übrigens gerade für den Deutschen Webvideo Preis 2012 nominiert. Wenn ihr shoRdy etwas Liebe zeigen wollt und das Video genauso unterhaltsam findet wie ich, dann gebt dem jungen Multitalent hier eure Stimme. Er wird es zu schätzen wissen.

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Neukölln Unlimited

Gestern lief der Dokumentarfilm “Neukölln Unlimited” im Fernsehen und ist noch bis zum 2.3.12 in der arte-Mediathek verfügbar. Der Film hat auf der Berlinale 2010 den Gläsernen Bär für den besten Langfilm in der Sektion “Generation 14Plus” gewonnen und danach noch diverse weitere Preise und Auszeichnungen abgeräumt.

Hier die Inhaltsangabe für jene, die noch daran Zweifel, ob es sich lohnt 52 Minuten seines eigenen Lebens für einen wunderschönen Film zu investieren …

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Interview: Morlockk Dilemma (30)

Interview: Morlockk Dilemma (30)

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich der inneren Logik folgen und Morlockk Dilemma gleich nach dem Gespräch mit Hiob zum Interview bitten sollte. Letztendlich habe ich mich dafür entschieden. Denn, auch wenn ich beide als individuelle Künstler wahrnehme, hat ihre langjährige kreative Kollaboration doch dazu geführt, dass ich ihr gemeinsames Schaffen sehr wohl als dauerhaftes Team-Up verstehe. Und drei Monate Distanz zwischen den Interviews sind ja wohl genug ;)

So fand ich mich eines Herbstabends total verrotzt in Morlockk Dilemmas kleinem Heimstudio ein, dass er zusammen mit Hiob und dessen handwerklichem Geschick begonnen hatte auszubauen (wir erinnern uns an die wunderschöne Guillotine aus Robbespierre). An den Wänden hingen bereits akustische Dämmmatten aus (psychoaktiven?) Hanffasern und zwischen MPC, Computer und Schallplattenspieler machten wir es uns auf zwei Stühlen zum Interview bequem.

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