Heute war ich bei HHV und habe meine persönliche Edition von KAAS’ verschobenen Album “T.A.F.K.A.A.Z. Doppelpunkt Groß-D” abgeholt (muss ich so schreiben, Wordpress baut daraus sonst einen blöden Smiley). Wie man ja in den letzten Wochen über YouTube mitbekommen konnte, saß KAAS ein paar Tage in schwäbischer Manier wie bekloppt am Couchtisch und hat 3000 alte “Amok Zahltag”-Cover höchstpersönlich mit einem individuellen Titel neu versehen:
Ich werde an dieser Stelle keine Rezension über das Album schreiben, denn das können all die machen, die sonst auch Platten rezensieren. Aber ich mag das Album, und wenn ich jemandem beschreiben müsste, wie es klingt, dann müsste ich sagen, dass T.A.F.K.A.A.Z. irgendwie nach … KAAS klingt. Mein Lieblingstrack nach dem ersten Hören ist “Das große Fest”. Käsig-kitschige Vokoderarbeit, aber Textlinien, die meine Woche schon am Montag gerettet haben (und die ich hier zitieren darf, denn das Booklet ist – ebenso wie die Inhalte von “HipHop ist …” – unter Creative Commons-Lizenz lizensiert):
(…) Ich habe geträumt, als ich das geschrieben hab
vielleicht findet heut in dieser Stadt eine riesen Party statt
alle sind eingeladen außer Nazipack
außer sie wollen sich ändern dann na klar
dürfen sie auch kommen, wir verzeihen da
wir sind gute Menschen (…)
Keine Ahnung, warum mich diese Zeilen so berühren, aber damit hat KAAS in meinen Augen den Titel des deutschen HipHop-Gott 2009 verdient. Danke dafür, KAAS
Der Rest der Platte ist aber nicht weniger unterhaltsam und jeder wird seinen eigenen Lieblingsvierzeiler haben.
Es ist schon wahrhaft Ironie des Schicksals, dass es genau KAAS erwischt hat, der im Medienhype um den Amoklauf in Winnenden als Piñatapuppe herhalten sollte, und auf den alle draufdreschen wollten, in der Hoffnung ihm die böse Rapperscheiße aus dem Leib zu prügeln. Aber wer das Album nun hört, wird schnell merken, dass hier hunderte kleiner Süßigkeiten aus dem Album kullern und ich beginne mich noch mehr zu schämen, in der Medienindustrie mein Geld zu verdienen – von wegen “journalistische Sorgfaltspflicht” und so, nicht wahr… ?! Die haben anscheinend alle ihr Gehirn abgegeben, als sie nach dem Studium angefangen haben in den Redaktionen zu arbeiten. form hat damals auch ein paar kluge Gedanken zu Winnenden in seinem Blog auf WildstyleMag.com aufgeschrieben.
Wie auch immer, ich bin nun stolzer Besitzer von “Kritik des Herzens” – denn so lautet der einzigartige und romantische Titel meines ganz persönlichen T.A.F.K.A.A.Z.-Albums. Da ich mich darüber so gefreut habe, schoss ich auch gleich zwei Bilder mit meiner Mobilfunkkamera, während ich dem Album heute abend beim Kochen lauschte. Und natürlich bin ich neugierig:
sind da draußen Leser dieser Zeilen, die sich das Album auch zugelegt haben? Welchen Titel habt ihr abbekommen? Wie ich festgestellt habe, wurde im Booklet der Text zum Track “Amok Zahltag” von Kaas geschwärzt und durch ein saftiges “KAAS ♥ DICH” ersetzt, gefolgt von einem Pac-Man-Monster. Ist das bei anderen auch so? Leider kann ich nicht erkennen, ob es sich dabei um Blinky, Pinky, Inky oder Clyde handelt … Der Ecoluddit.









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Guter Artikel!
Habe Kaas verschlafen. Klingt wie’n Schwabe, ist er einer?
Laut dem Intro von “Amok Nachtrag” feat. Frank Plasberg kommt er aus Reutlingen und das liegt im Schwabenland, meine ich jedenfalls *hüstel*
Zumindest ist “Reutlingen […] mit einem kleinen Teil (17,5 %) seiner Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb”. (Quelle: Wikipedia)
das soll ja auch ein smiley sein, nach dem “TAFKAAZ” ! he he
Also man muss schon sagen, dass KAAS hier ein wundervolles Debut im Bereich Solo-Album hingelegt hat.
Ich habe auch gleich mehrere Favoriten auf dem Album:
- “Das Grosse Fest”
- “Haruki”
- “Für Uwe”
- “Geister der Liebe” (Bonustrack)
Man hat das Gefühl, dass jeder Song ein Gegenstück hat und sich die gefühlsmässig teilweise negativeren Lieder mit den positiceren ergänzen. Doch auch ohne den inzwischen wohl bekanntesten KAAS-Track “Amokzahltag” funktioniert das Konzept des Albums einwandfrei. Gleich der ertse Track auf dem Album bringt einen in die Stimmung, die notwendig ist um das Album überhaupt erst zu hören, zu verstehen und vor allen Dingen zu fühlen.
Auch wenn KAAS von HipHop-Fans à la Kollegah schon fast “verachtet” wird, kann man die Art von Musik die er prduziert jedoch noch lange nicht als “Weichspülmukke” oder sonst irgendwas bezeichenen. Er steht zu seiner Musik und dem ganzen drum herum (“The Lovemovement brought to you by KAAS) und dies nimmt man ihm auf seinem Album ab.
Als Fazit bleibt das “T.A.F.K.A.A.Z.
” von KAAS auf jeden Fall das Potenzial besitzt zumindest in der deutschen Rap-Szene zu einer etwas eher “wunderschönen Welt” beizutragen.
Ich hab auch das TAFKAAZ Album.
Meins heißt: DAS GROßE ERWACHEN…
mein Bootleg ist auch geschwärzt mit “Kaas liebt dich, das hab ich aber erst mitbekommen,als ich dein Artikel laß…also danke