blank ist Deutsch-Grieche und wohnt in Friedrichshain. Er ist Mitglied der Conexión Musical-Crew, zu der noch CLAUDito, Lena Stoehrfaktor und DJ Fulano zählen. Vor einem halben Jahr kam blanks Album “200 Billionen Puzzlestücke” raus. Kurz danach habe ich ihn kennengelernt.
Eines Samstags haben wir uns zum Interview getroffen und suchten gemeinsam nach einem Bäcker, um eine ruhige Stelle für das Interview zu finden. Wir sind dann in der Rigaer Straße gelandet. Während unseres Gesprächs schaute ich oft aus dem Fenster, und irgendwann fiel mir auf, dass gegenüber die letzten unerlaubt besetzen Häuser stehen, die permanent von der polizeilichen Räumung bedroht sind. Irgendwie passte das Ambiente zur inhaltlichen Richtung unseres Gesprächs. Ständig kamen abgeranzte Leute in den Laden und – wie man noch im Hintergrund hören kann – das Sprachgemisch im Laden war von illustrer Mischung.
blank und Conexión Musical gehören zum explizit politisch geprägten Teil des deutschen Rapgeschehens, der in Deutschland immer nur eine verhältnismäßig kleine Fangemeinde um sich versammeln konnte. Gerade die letzten Jahre waren nun gar nicht geprägt vom politisch radikalen Concious Rap und nicht wenige Leute im HipHop verdrehen sofort die Augen, wenn sie mit dieser Richtung konfrontiert werden. Bereits in den 90er Jahren wurden Leute wie Anarchist Academy, die aus dem autonomen Umfeld kamen, von vielen mit Misstrauen oder kritisch wahrgenommen, während Advanced Chemistry selbstverständlich zum Fundament der deutschen HipHop-Bewegung gezählt wurden.
Trotz der verbreiteten Reserviertheit gegenüber Polit Rap würde ich mich freuen, wenn die eine oder der andere sich Zeit für dieses Interview nehmen würde. Für mich hat HipHop immer etwas Politisches in sich getragen, unabhängig welcher Ethnie, Religion oder welchem Milieu man angehört. Daher werde ich auch immer wieder politisch agierende Gesprächspartner zum Gespräch einladen wollen. Und – einige Stammhörer werden es wahrscheinlich bemerkt haben – das Thema “Politik und HipHop” tauchte schon an unterschiedlichen Stellen in anderen HipHop ist…-Interviews auf. Viel Spaß beim Hören. Es grüßt, der Ecoluddit.
Ausgewählte Links:
- Dead Prez (Wikipedia) (Myspace) (Homepage)
- Common (Wikipedia) (Myspace) (Homepage)
- Goodie Mob (Wikipedia) (Myspace)
- Kunga 219 (Myspace) (discogs.com)
- Anticon/Sole (Wikipedia) (Myspace) (Homepage)
- Saul Williams (Wikipedia) (Myspace) (Homepage)
- Active Member (Wikipedia) (Myspace Fanpage) (Homepage)
- Saarpreme (Myspace) (Homepage)









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sehr cooles interview. auch positiv nochmal überraschend für mich, festzustellen, dass bei all dem, was ich mit blank bisher zu tun hatte, ich manches was im interview jetzt vorkam, so noch gar nicht von ihm wusste und dass da auch viele parallelen zu eigenen hiphop-erlebnissen bestehen (auch so eckpunkte wie “if i ruled the world” von nas oder “gangstas paradise” von coolio, oder das “letz get free” album von dead prez oder “coded language” von saul williams… waren erstaunlicher weise alles auch bei mir wichtige eckpunkt-tracks in meiner entwicklung. lustig. schön).
blank,altah..du bist so hip-hop…auch wenn du das nich hören magst
respekt!tolles interview
tolles interview mit blank.
unglaublich sympathischer typ.
von wem ist der beat ab 4:04?
Der Beat ab 4:04 ist das Instrumental von “Schattenboxen”, dem vierten Track auf blanks Album “200 Billionen Puzzlestücke” (http://www.hhv.de/index.php?rid=201539)
Ob er von blank gebaut wurde, oder ob er von jemandem anderes aus dem Conexión Musical-Umfeld kommt, kann ich leider nicht sagen.