Interview: Dr. Susanne Stemmler (41)

Geschrieben vom Ecoluddit

Themenfeld: Interviews

Susanne StemmlerSusanne Stemmler studierte Romanistik und Germanistik in Düsseldorf und ist mittlerweile Programmleiterin für Literatur, Gesellschaft und Wissenschaft im Haus der Kulturen der Welt (HKW), sowie u.a. auch Herausgeberin des Bandes “Hip-Hop und Rap in romanischen Sprachwelten: Stationen einer globalen Musikkultur” (2007).

Auf Frau Stemmler wurde ich aufmerksam, als ich mal wieder auf Literaturrecherche war und mich verzweifelt um einen Kongressbericht bemühte, den sie im Jahre 2005 veröffentlicht hatte. Er trägt den schönen Titel “Boomerang-Effekte. Hip-Hop als urbane Kultur zwischen Regionalität und Globalität” und Frau Stemmler war so freundlich mir persönlich eine Kopie zugänglich zu machen, da das Ding nirgendwo in Berlin aufzutreiben war. Ich nutzte die Gunst der Stunde und bat sie um ein Interview für HipHop ist…

Nun freue ich mich mit diesem Interview einen weiteren Gesprächspartner begrüßen zu dürfen, der seine Position gegenüber HipHop nicht “von innen her” beschreibt, sondern über einen anderen Pfad den Weg dazu gefunden hat – ähnlich wie Tobi, der von mir interviewte Tourmanager, über die berufliche Tätigkeit.

Auch wenn man der Geisteswissenschaft oftmals nachsagt, dass sie sich immer nur mit einer nüchternen Distanz ihrem Forschungsobjekt nähert und total abgehoben sei, erschien mir Frau Stemmler nicht nur versiert bezüglich der amerikanischen Oldschool und der Entwicklung des französischen Raps. Sie schien mir auch sehr gut informiert zu sein über die aktuellen Entwicklungen in der Berliner HipHop-Szene. So war Frau Stemmler u.a. mein vergangener Gesprächspartner Chefket durch ein von ihr organisiertes Konzert im Café Zapata persönlich bekannt, welches 2008 im Rahmen eines Internationalen HipHop Festivals im HKW stattfand.

Zu diesem Festival kam nicht nur die von mir geschätzte New Yorker HipHop-Crew Rebel Diaz über den großen Teich geflogen. Auch der amerikanische Wissenschaftler Mark Naison von der Fordham University (NY) war diesbezüglich in Berlin, mit dem Dr. Stemmler bereits in New York im Rahmen ihrer Forschungen zusammengearbeitet hatte, wie sie auch kurz im Interview erwähnt. Mark Naison hat seine Berlin-Erlebnisse in seinem Blog festgehalten. Diese sind sehr unterhaltsam und voller Begeisterung geschrieben und stehen somit an dieser Stelle von mir ausdrücklich zur Empfehlung (auch wenn sie aus meiner Berliner Sicht etwas arg romantisieren).

Die Hintergrundbeats für diese Ausgabe von HipHop ist… sind mir freundlicher Weise von SQU!L zur Verfügung gestellt worden und stammen von seiner Helix Tunes EP. Tausend Dank dafür! Bis zum nächsten Mal grüßt, der Ecoluddit.

 
 Interview: Dr. Susanne Stemmler (41) [14:20m]: Play Now | Play in Popup | Download

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3 Kommentare für diesen Post Ich bin gespannt auf Deinen ...

  1. Dalai Limba sagt:

    super interessantes interview mit krassen information wie z.B: das in Palestina die Dichte an Rapper am höchsten ist oder das Argument: Das es Ohne HipHop viel mehr Gewalt geben würde… mich hats beeindruckt…

  2. Ecoluddit sagt:

    freut mich :)

  3. Lion sagt:

    auch mal gehört jetzt. find ich gut, obwohl ich nicht weiß, ob die immigranten-kinder in frankreich jetzt minnesänger-tradition aus europa oder story-telling-tradition aus afrika fortführen… wenn man das alles nur an afrika versucht festzumachen, hat das teils nen kultur-rassistischen beigeschmack.

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